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Norbert Stellner

Radfahrervereine in der bayerischen Provinz

Raum Mühldorf/Altötting 1882-1994. Beiträge zur Geschichte und Kulturgeschichte des Fahrrads, Band 1

ISBN 978-3-9807028-0-5
204 Seiten, 122 Abbildungen,
12 davon in Farbe
Format 23 x 21 cm, kart.
€ 20,00

Zählen Radfahrervereine heute eher zu den Exoten des Vereinslebens, erfreuten sie sich früher einmal größter Popularität: So konnte eine Stadt wie München bereits um 1896 an die 70 Radfahrervereine aufweisen. Bis zu einer halben Million Radfahrer waren Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre in den bürgerlichen und Arbeiter-Radfahrervereinen organisiert. In Bayern besaß fast jedes größere Dorf irgendwann einmal einen Radfahrerverein. Häufig gehörten Radfahrervereine zu den frühesten gesellschaftlichen Vereinigungen in den bayerischen Landgemeinden. Exemplarisch am Raum Mühldorf/Altötting wird in dieser Arbeit erstmals das Radfahrervereinswesen in der bayerischen Provinz umfassend dargestellt, vor allem im Hinblick auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dieses Buch ist nur in zweiter Linie eine Geschichte der Radfahrervereine in der betreffenden Region, vor allem ist es eine Fahrradkulturgeschichte Bayerns.

 „ ... eine vorbildhafte Dokumentation über einen Bereich der Volkskultur, der bisher in der Forschung wenig Berücksichtigung gefunden hat.“
Schönere Heimat 1/2002

„Wieder einmal zeigt sich, wie ertragreich lokale und regionale Untersuchungen sein können, wenn sie trotz der Verpflichtung zu den Details die Gesamtentwicklung im Blick behalten.“
Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2003